Spieltechniken des Ebass

von | Mrz 31, 2011 | Bass

Varianten des Bass-Spiels

Schon beim Vorgänger des Ebass, dem Kontrabass, gab es verschiedene Spiel­tech­niken. Auf den in der Klassik typischen Bogen wurde jedoch im Jazz und Blues, und später im Rock’n’Roll immer verzichtet.

Als die Bassisten im Rock’n’Roll und Soul auf den Ebass umstiegen wurde der Bass zwar nicht mehr aufrecht gespielt, sonder umgehängt

Anzupfen der Bass-Saiten

Finger­picking am Bass

wie die Gitarre. Jedoch wurde das im Jazz und Blues gängige Finger­picking — also das Zupfen der Saiten mit den Fingern — auf den Ebass übernommen.

Technik des Fingerpicking

Der Daumen der rechten Hand wird beim Finger­picking normaler­weise nicht zum Anschlagen der Saiten genutzt.

Wenn die höheren Saiten gespielt werden, ruht er auf den tieferen und dämpfte diese dabei. Zeige- und Mittelfinger wechseln sich beim Zupfen ab — so genanntes Alternate Picking.

Eine abweichende Art des Bass-Spiels mit den Fingern hatte der Motown-Bassist James Jamerson entwickelt. Er spielte seinen Fender Precision Bass nur mit dem Zeigefinger. Der gekrümmte Finger hatte die Form eines Hakens. Daher hatte er seinen Spitz­namen “The Hook”.

Eine andere beliebte Spiel­technik des Bass entstand schon vor dem 2. Weltkrieg am Kontrabass. Durch die Entwicklung der E‑Gitarre, konnte sich der Bass lautstärken­mäßig nicht mehr durch­setzen.

Die Slaptechnik

Slap and Pop

Ebass Spiel­technik Slappen

Beim Slapping werden die tieferen Saiten des Bass mit dem Daumen gegen das Griff­brett geschlagen. Das ergibt einen lauten perkus­siven Ton.

Die höheren Saiten werden von Zeige- oder Mittelfinger angerissen und schnalzen zurück auf die Bünde des

Bass(=Popping). Auch wenn schon früher am Kontrabass im Jazz gebräuchlich, setzte sich diese Variante des Spielens in den 1970er Jahren im Bereich des Funk durch.

Als Vorreiter der Slaptechnik gilt Larry Graham, Bassist der Band “Sly and the Family Stone”. Weitere bekannte Slapper sind Mark King (Bassist der 80er Jahre Band “Level 42”) und Stanley Clarke.

Anschlag mit dem Plektron

Wie die E‑Gitarre kann der elektrische Bass natürlich auch mit dem Plektron gespielt werden.

Der Sound durch den Anschlag mit dem Plastik­plättchen ist sehr hart und daher in extremen Metal­stilen beliebt, z.b. Black Metal, Death Metal oder Grindcore.

Das Bass-Spiel mit dem Plektron hat mit dem groovigen Sound des Kontrabass oder des gezupften sowie geslappten

Plektron am Ebass

Ebass spielen mit Plektron

Ebass nicht viel gemein. Es klingt meistens eher wie eine um eine Oktave tiefer gestimmte Metal-Gitarre.