Saitenanzahl des Ebass

von | Mrz 10, 2011 | Bass

Wie viele Saiten braucht ein Bass?

Schon lange nicht mehr ist der 4‑Saiter das einzige Bass-Modell. Durch das Hinzufügen weiterer Saiten wurde der Frequenzbereich des Tieftöners erweitert.

Der ursprüngliche Ebass hat die selbe Anzahl an Saiten wie der Kontrabass — vier. Die Stimmung der Saiten ist auch exakt die selbe: EADG

In manchen Musik­stilen reichten die 4 Saiten nicht mehr aus. Außerdem hatten viele Bassisten ein Problem damit, dass der Keyboarder tiefere Töne spielen kann. Mit der Einführung des fünfsaitigen Ebass wurde dieser Missstand (fast beseitigt). Durch das Hinzufügen des tiefen H kamen der Bass zumindest bis auf zwei Halbtöne an den tiefsten Ton des Keyboards heran.

Stimmung des 5‑Saiters

Fünfsaitiger Ebass

Die Stimmung des 5‑Saiters ist also im Normalfall HEADG, allerdings kann sie auch EADGC sein. Gerade in Musik­stilen, wo viele Bass-Soli gespielt werden — z.B. in modernen Spielarten des Jazz — ist diese Stimmung nützlich, weil man damit weit in den Frequenzbereich der Gitarre hineinkommt.

 

Möchte man seinen Tonumfang in beide Richtungen ausdehnen, bietet sich der sechs­saitige Ebass an. Allerdings ist dieser mit seinem extrem breiten Griff­brett mitunter recht unhan­dlich im Handling.

Weitere Saiten-Varianten

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt — auch nicht im Kreieren von mehrsaitigen Bässen. So gibt es mittler­weile:

  • 7‑Saiter: Erweiterung des 6‑Saiters um eine Saite im tiefen oder hohen Bereich
  • 8‑, 10- und 12- Saiter: Ebässe mit einer zusät­zlichen Oktav­saite pro herkömm­licher Saite
  • Gitar­renbass: Ein Modell mit 10 Saiten — 4 Basssaiten und 6 Gitar­ren­saiten

Mittler­weile wurden schon 11- und 12-Saiter entwickelt, die den Tonumfang eines Konzert­flügels umfassen. Weiters wurde der 4‑saitige Subkontra-Bass erfunden, dessen höchste Saite — das E — genauso gestimmt ist wie die tiefste Saite des origi­nalen Kontrabass und Ebass.

Was ist die ideale Saitenanzahl?

Letztendlich sind die Geschmäcker auch bei Ebässen verschieden. Die Auswahl des entsprechenden Modells hängt vom Musikstil, persön­lichen Vorlieben und natürlich auch vom spielerischen Können ab. Trotz der vielen Varianten gibt es auch viele Bassisten, die auf den konven­tionellen 4‑Saiter schwören und alle anderen Modelle ablehnen.