James Jamerson I

von | Feb 10, 2011 | Bands, Bass, Berühmte Musiker

Godfather of Bass — Der Motown Bassist

Kaum ein anderer Bassist hat die moderne Spiel­weise des E‑Bass so sehr geprägt wie James Jamerson. Er war zwar zu Lebzeiten kaum bekannt. Es gibt jedoch niemanden, der den groovigen Sound seiner Basslinien noch nie gehört hat. Sie sind fixer Bestandteil jedes großen Hits des Soul-Platten­labels Motown aus Detroit.

Geboren im Jänner 1936 tiefsten Süden der USA — in South Carolina — begann James schon früh regelmäßig Klavier und Posaune zu üben. Seine wichtigsten musikalischen Einflüsse waren Gospel, Blues und Jazz. In den 1950ern übersiedelte James Jamerson nach Detroit, um dort zur High School zu gehen. Als er dort mit ein paar Mitschülern Musik machen wollte, beschloss er ein weiteres Instrument zu lernen — den Kontrabass.

Es heißt, Jamerson habe den Kontrabass das erste mal in seinem Leben in die Hand genommen und sofort begonnen Musik zu spielen — als hätte er nie etwas anderes getan.

Karriere bei Motown

Ende der 1950er wurde James Jamerson beim damals größten schwarzen Platten­label der USA — Motown Records in Detroit — unter Vertrag genommen. Wenig später wechselte Jamerson vom Kontrabass zum E‑Bass, einem Fender Precision. Da mit den Aufnahmen nicht so viel Geld zu verdienen war, ging er oft auf Tournee. Weil aber seine unver­wech­sel­baren Bassläufe mittler­weile zum Marken­ze­ichen der Motown-Songs geworden war, wurden die Recordings verschoben, bis James Jamerson wieder zurück war.

Welthits aus Detroit

Im Studio von Motown Records entstanden die weltweit bekannten Hits u.a. von folgenden Stars. Bis in die heutige Zeit sind ihre Namen unvergessen:

  • Diana Ross and the Supremes
  • Marvin Gaye
  • Aretha Franklin
  • The Tempta­tions
  • The Four Tops
  • Smokey Robinson
  • Junior Walker
  • Steve Wonder

Bei fast allen Songs dieser Stars hat James Jamerson im Studio den Bass einge­spielt. Es gab bei Motown mehrere Drummer, Pianisten und Gitar­risten. Aber es gab den einen und wahren James Jamerson. Und während Jamerson seine genialen, unnach­spiel­baren Bassläufe einspielte, musste er sie für die Bassisten auf Tournee verein­fachen. Niemand konnte ihn 1:1 nachspielen.