Kristian Karios

von | Jan 24, 2014 | Bands, Bass

Bassist der Band Frame

Mein aktuelles Interview hab ich mit Kristian Karios, Bassist der Salzburger Alter­native Rockband “Frame” geführt:

Markus: Mit wieviel Jahren hast Du angefangen, ein Instrument zu spielen?
Kristian: Ich habe mit 12 Jahren begonnen Klavier zu spielen, hab dann leider mit 15 aufgehört.

Markus: Welche Instru­mente außer Bass hast Du noch gelernt?

Salzburger Bassist Kristian Karios

Salzburger Bassist Kristian Karios

Kristian: Klavier, Gitarre

Markus: Mit wieviel Jahren hast Du angefangen, Bass zu lernen?
Kristian: Mit 17 Jahren

Markus: Was hat Dich motiviert, Bassist zu werden?
Kristian: Klassischer Fall: Bandgründung, ein Drummer, der Rest wollte Gitarre spielen. Irgendwie hat mich der Bass angezogen und ich hab es dann anfangs mit einem geliehenen Bass versucht. Um den Basspart musste ich mich nicht mit niemand anderen duellieren.

Markus: Wer sind Deine 3 Lieblings­bassisten?
Kristian: 

  • Ben Kenney – ein für mich sagen­hafter Multi­in­stru­men­talist, von dem ich mir einiges abgeschaut habe, was Groove angeht. Er spielte bei The Roots Gitarre, stieg bei Incubus als Bassist ein und singt und spielt alle Instru­mente bei seinem Solo Projekt.
  • Peter Hayes von Black Rebel Motor­cycle Club – ein Bassist, der eine eigene Spiel­weise hat und mich zum Plektron spielen brachte. Auch wenn er öfter den Bass wie eine Gitarre spielt, bildet er ein ordentliches Fundament.
  • Chris Wolsten­holme – er weckte mein Interesse mit Fuzz‑, u. Synthef­fekten zu exper­i­men­tieren. Das ist beim Bass nicht so einfach wie bei der Gitarre. Viele Effek­t­geräte beschneiden die Bassfre­quenen. Der verzerrte Sound kann alleine super klingen, im Bandkontext bemerkt man dann, dass etwas Wichtiges fehlt. Deswegen habe ich dann das Basssignal gesplittet und das cleane Signal mit dem Effek­tsignal gemischt. Leider etwas aufwendig, aber es zahlt sich aus.
Kristian Karios, Bassist der Band Frame

Kristian Karios, Bassist der Band Frame

Markus: Wer sind Deine 3 Lieblings­bands?
Kristian: Das ist eine schwierige Frage. Ich kann nur sagen was ich zur Zeit am meisten höre: Biffy Clyro, Queens oft he Stone Age und Daft Punk.

Markus: Wie hieß Deine erste Band? Welcher Musikstil?
Kristian: „Cattle Grid“. Unser Gitarrist Angelo war damals mit der Schule in Schot­tland und hat dreieckige, rotum­randete Verkehrss­childer mit der Auffrischt „Cattle Grid“ entdeckt. Der hohe Wieder­erken­nungswert dieses Wortes hat uns damals gefallen, heute ist uns das eher peinlich. Die Musik war damals geprägt vom Alter­native Pop/Rock der 90er.

Markus: Welchen Bass spielst Du? Saite­nanzahl?
Kristian: Mein erster Bass ist ein japanischer Fender Precision, den ich 1998 bei Keywi Music gekauft habe. Ich bin sehr froh, dass meine Wahl damals auf Fender fiel. Zur Auswahl standen ein Washburn und ein Peavey Bass. Ich bin seit Anfang an ein Fender Fan, und im Laufe der Zeit gesellten sich ein paar weitere Exemplare dazu. Ich spiele am liebsten die klassischen Jazz und Precision Modelle.

Das schöne ist, dass diese Bässe und Gitarren in den 50er bzw. 60er Jahren erfunden wurden und bis heute Verwendung finden und immer wieder imitiert werden. Natürlich ist es verrückt, was für die alten Modelle teilweise bezahlt wird, aber es ist trotzdem ein schöner Gegenpol zur heutigen schnel­llebigen Zeit.

Markus: Welchen Verstärker verwendest Du?
Kristian: 2 Sunn 1200s Verstärker. Das Bassignal wird vor dem Pedal­board gesplittet. Ein Signal (clean) läuft auf eine 1x15 Mesa Boogie Box, das zweite Signal (Effekte) geht auf eine 2x10 Mesa Boogie Box. Nur so kann ich Effekte beim Bass sinnvoll einsetzten, ohne die wichtigen Bassfre­quenzen zu verlieren.

Bassist Kristian Karios in Action

Bassist Kristian Karios in Action

Markus: Wie heißt Deine derzeitige Band, Dein derzeitiges Projekt? Welcher Musikstil?
Kristian: Die Band heißt Frame und besteht seit 14 Jahren in Origi­nalbe­setzung (klassisches Trio). Derzeit gönnen wir uns eine Auszeit von der Bühne um neues Material zu schreiben. Stilis­tisch nach wie vor Rock.

In einem Trio muss man natürlich anders arrang­ieren als bei einer Band mit mehr Musikern. Das stellt nach wie vor eine Heraus­forderung für uns dar. Ich muss mit meinem Bass aber nicht gegen zwei oder mehr Gitarren ankämpfen. Das gibt mir mehr Freiheiten. Deshalb auch meine Liebe zu Effekten, obwohl ich auch lernen musste alles sinnvoll einzusetzen und nicht hinter Distor­tion­sounds zu verstecken. In letzter Zeit spiele ich wieder mehr mit cleanem Sound.

Markus: Hast Du einen Rat/Tipp für angehende Bassisten? Wenn ja, welchen?
Kristian: Ich habe zwar als Autodidakt begonnen Bass zu spielen, habe dann später bei diversen Basslehrern Unter­richt genommen. Das hat mein Spiel und die Sichtweise der Musik sicherlich positiv verändert.

Eine gewisse Grundtechnik sollte man schon haben, damit funktioniert vieles deutlich einfacher. Als Bassist ist man ja bekan­ntlich das Bindeglied zwischen Rhythmus und Harmonie. Da schadet es sicher nicht, wenn man auch Einblicke in die Welt des Schlagzeugers bzw. Gitar­risten hat.

Markus: Würde mich freuen, Dich mit Deiner Band Frame einmal live zu erleben. Hoffentlich habt Ihr nach Eurer Auszeit bald wieder einen Auftritt. Am besten gleich in diesem Artikel als Kommentar veröf­fentlichen, wenn es soweit ist!