Raimund Steinbacher

von | Dez 1, 2012 | Bands, Bass, Keyboarder

Soulman mit vier Saiten

Den Anfang in meiner Interview-Reihe mit Salzburger BassistInnen macht Raimund Stein­bacher. Wir kennen uns schon seit der Schulzeit im Salzburger BORG und haben ungefähr gleichzeitig angefangen, Bass zu spielen. Seit Oktober 2010 sind wir Bandkol­legen, Raimund am Bass und ich am Mikro.

Markus: Mit wieviel Jahren hast Du angefangen, ein Instrument zu spielen?
Raimund: Mit ungefähr 8 Jahren.

Markus: Welche Instru­mente außer Bass hast Du noch gelernt?
Raimund: Klavier, aber das habe ich nicht gelernt sondern mit selbst beige­bracht. Ich kann auch fast nichts mehr.

Markus: Mit wieviel Jahren hast Du angefangen, Bass zu lernen?
Raimund: Mit 17 Jahren.

Markus: Was hat Dich motiviert, Bassist zu werden?
Raimund: In unserer Schule wollten wir eine Band gründen. Wir hatten einschließlich mit mir zwei Anwärter auf den Keybor­der­posten aber keinen Bassisten. Mein Freund hatte sich gerade einen ziemlich teuren Synthe­sizer gekauft und legte mir Nahe, dass ich Bass spielen soll, weil zwei Keyborder sind für eine Band eher ungewöhnlich. Da habe ich mir einen Bass zugelegt. Zuerst hat es mich nur mäßig gefreut, aber da es so wenig Bassisten gab wurde ich bald nachge­fragt, obwohl ich kaum was konnte. Dann habe ich mir einen ziemlich guten Lehrer genommen. Der hat mich auch sehr motiviert. Leider ging er nach seinem Musik­studium nach Berkley und lebt nun in London.

Bassist Raimund Steinbacher

Bassist Raimund Stein­bacher

Markus: Wer sind Deine 3 Lieblings­bassisten?
Raimund: James Jameson (der Studiobassist von Motown), Flea von den Red Hot Chili Peppers und am Kontrabass find ich Charly Haden genial.

Markus: Wer sind Deine 3 Lieblings­bands?
Raimund: Das wechselt ständig, aber momentan höre ich gerne Radiohead, Pulp und Arcade Fire.

Markus: Wie hieß Deine erste Band? Welchen Musikstil habt Ihr gespielt?
Raimund: The Moochers. Es war die erste Reggaeband in Salzburg. Eine musikalisch furchtbare Band und teilweise sehr schwierige Bandmit­glieder (vermutlich war ich das damals auch aber selber fällt es einem ja nicht so auf).

Markus:Welchen Bass spielst Du? Mit wieviel Saiten?
Raimund: Ich spiele einen 4 Seiter von Status, aktiv mit zwei Humbucker. Als Zweitin­s­tument habe ich einen Ibanez Signature (Dough Wimbish Edition).

Markus: Welchen Verstärker verwendest Du?
Raimund: Eine Combo von Phil Jones 160 Watt mit 4x10? Boxen und graphischen Equalizer. Für zu Hause verwende ich noch meinen alten SWR Baby Blue.

Markus: Wie heißt Deine derzeitige Band? Welchen Musikstil spielt Ihr?
Raimund: Meine jetzige Band heißt „We Lost Our Souls“ und wir covern- welche Überraschung- haupt­sächlich Soul Klassiker (Wilson Pickett, Otis Redding, Marvin Gaye, Stevie Wonder, Sam and Dave usw.) Wir haben aber auch soulige Popnummern im Programm und wollen eventuell auch eigene Nummern schreiben oder Genre­fremde Lieder im souligen Arangement inter­pretieren.

Markus: Hast Du einen Rat/Tipp für angehende Bassisten? Wenn ja, welchen?
Raimund:

  • Eher ein günstiges Instrument kaufen, dafür einen wattmäßig stärkeren Verstärker. Auch ein Stimmgerät und ein Metronom sollten sich Einsteiger gleich zulegen.
  • Am Anfang sollte man darauf achten, dass man nicht zu komplizierte Lines spielt, auch nicht zu schnell, dafür aber genau.
  • Es ist sicherlich kein Nachteil sich mit Harmonielehre zu beschäftigen und die Tonleitern zu üben- dadurch wird das Spielen ökonomischer und man kann dann auch komplexere Lines relativ leicht erlernen.
  • Wer durch das Spielen in einer Band in erster Linie Frauen beein­drucken will, dem rate ich eher dazu Saxophon zu lernen. Die Außen­wirkung ist als Bassist begrenzt- allerdings sind verlässliche Bassisten in der Band hochange­sehene Mitmusiker.

Markus: Ich danke Raimund für die Teilnahme an meiner Interview-Reihe und freue mich auf weitere viele Proben und Auftritte mit unserer gemein­samen Band.