Bill Wyman

von | Apr 28, 2011 | Bands, Bass, Berühmte Musiker

Der Ruhepol auf der Bühne

Während die übrigen Bandmit­glieder von Bill Wyman gern auf der Bühne Gas gaben — was sie bis heute machen, abgesehen von Drummer Charlie Watts — rührte sich der Rolling Stones Bassist kaum, sondern bestach eher durch seine groovigen Basslines.

1936 geboren wurde Bill Wyman nach seiner Militärzeit in den 1950er Jahren in Deutschland im Jahre 1962 Bassist bei den Rolling Stones. Die Band war vom Sänger Mick Jagger und Gitar­risten Keith Richards gegründet worden. Komplet­tiert wurde sie durch den Schlagzeuger Charlie Watts und den Gitar­risten Brian Jones.

Bill Wyman, der Familienmensch

Im Gegensatz zu den übrigen seiner Bandkol­legen hatte Bill Wyman schon zur Zeit der Bandgründung Frau und Kind. Später heiratete er im Alter von 53 seine zweite Ehefrau, das 19 jährige Modell Mandy Smith. Ursprünglich war er mit ihrer Mutter liiert, die er kennen­gelernt hatte, als Mandy 13 war. Mittler­weile ist Wyman zum dritten mal verheiratet und hat ingesamt fünf Kinder.

Musikalische Aktivitäten neben den Stones

Während seiner Zeit mit den Rolling Stones spielte Bill Wyman auch immer wieder mit anderen Musikern. So nahm er Platten mit Eric Clapton, Stevie Winwood und Stephen Stills auf. In den Jahren 1974 bis 1985 brachte Wyman vier Soloalben heraus. Die Single “Je suis un Rockstar” wurde 1982 sogar ein inter­na­tionaler Erfolg.

Ausstieg bei den Rolling Stones und Projekte danach

Obwohl schon zuvor angekündigt, waren Keith Richards und Co. doch von Bill Wymans Ausstieg aus den Rolling Stones im Jahr 1993 überrascht. Seitdem gibt es keinen offiziellen Bassisten mehr in der Band. Bei Studioauf­nahmen und auf den Tourneen der Band ist jedoch Darly Jones an den tiefen Saiten mit dabei.

Bis zum Jahr 2002 tourte Bill Wyman mit den Rhythm Kings — einer Allstarband mit Eric Clapton, Peter Frampton, Chris Rea und anderen. Danach zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück. Möglicher­weise wird es wieder einmal Auftritte mit Wyman als Bassist bei den Rolling Stones geben. Eine Abschied­stour der altge­di­enten Rocker wäre eine gute Gelegenheit dazu.