Mein Weg zum Bass

von | Jan 28, 2011 | Bass

Entdeckung der tiefen Töne

Nicht immer war es so bequem wie heute, Musik zu horchen. Mp3-Player sind leicht und klein. Sie machen es im Alltag einfach, schnell mal zwischen­durch seine Lieblingssongs zu genießen. Das war nicht immer so.

Als ich noch zur Volkss­chule ging, gab es nur zwei Möglichkeiten, Musik zu genießen:

  • Kassetten
  • Schallplatten

Erstere waren ja relativ einfach zu bedienen, aber der Sound ließ — v.a. nach mehrma­ligem Gebrauch der Kassetten — doch zu wünschen übrig. Mit zweiteren war der Klang zwar besser, beim Abspielen der Platte musste man jedoch extrem aufpassen, keine Kratzer in die Rillen zu machen. Nach häufigem Gebrauch war eine kontinuier­liche leichte Beschädigung aber nicht zu vermeiden. Und so begann jede Schallplatte irgendwann, an einer bestimmten Stelle hängen zu bleiben.

Was hat das jetzt mit dem Bass-Spielen zu tun? Nun ja, der Sound der damaligen Kassetten-Rekorder und Platten­spieler war nicht besonders gut, und gab nicht das gesamte Klangspektrum einer Aufnahme wieder. Daher nahm ich die tieferen Frequenzen in der Rock- und Popmusik gar nicht wahr. Und so wusste ich auch ca. bis zu meinem 14. Leben­sjahr nichts von der Existenz der tiefen Frequenzen, geschweige denn des Ebasses.

Mit der Zeit fiel mir dann beim Probe­horchen in Platten­läden oder beim Fortgehen auf, dass Musik auch anders klingen kann. Wobei der Freude über neu erstandene Platten meist die Enttäuschung folgte, weil der Platten­spieler daheim nicht so gut klang wie der des Platten­ladens. Erst mit der Anschaffung einer neuen Stereoanlage mit einem CD-Player wurde das heimatliche Klangspektrum voller.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte — mit der Zeit erwachte meine Vorliebe für die tiefen Frequenzen. Mit 16 hörte ich dann das erste mal einen Ebass live — mein Musik­lehrer spielte im Unter­richt eine Rock’n’Roll Basslinie. Von da an war es endgültig um mich geschehen. Ich fasste den Entschluss mir meinen ersten Bass zuzulegen und das Spielen zu erlernen.

Drei Jahre später trat ich mit meiner ersten Band auf. Bis dahin vergingen allerdings einige Übungsstunden und Proben.